
Führen Sie ungleiche Daten zu einer konsistenten Version zusammen.
Das Verbinden von Systemen bringt sie erst einmal nur an einen Tisch. Dennoch erfassen sie dieselben Dinge weiterhin auf unterschiedliche Weise. Dieser Schritt richtet sie aufeinander aus – und hier entsteht der eigentliche Mehrwert.
Erinnern Sie sich an den Apfel: drei Systeme, drei Antworten. Hier vereinbaren wir eine gemeinsame Definition, die sich alle teilen, während jedes System im Hintergrund seine eigene Begrifflichkeit weiterverwendet. Niemand muss seine Arbeitsweise ändern - wir legen eine gemeinsame „Übersetzungsschicht“ darüber, die weiß, dass alle drei Antworten denselben Apfel beschreiben, und die Einheiten automatisch angleicht.
Ein Alltagsbeispiel: Denken Sie an ein gemeinsames Online-Dokument…
Von Rohdatensilos zum integrierten Geschäftsmodell
Konnektivität ist nur der erste Schritt. Rohdaten aus heterogenen Quellen wie ERP-Systemen, LIMS, Historians und Planungstools sprechen unterschiedliche Sprachen, nutzen uneinheitliche Einheiten und folgen isolierter Systemlogik. In diesem Zustand können Daten weder Geschäftsentscheidungen noch fortgeschrittene Optimierungen zuverlässig unterstützen.
Die Modellierungsphase der boTec DataBridge transformiert diese fragmentierten Eingaben in ein harmonisiertes integriertes Geschäftsmodell (Integrated Business Model) und schafft so eine einheitliche, unternehmensweite Datensprache.
Datenspeicherung als Modellierungsentscheidung
Traditionelle Integrationsansätze setzen oft darauf, große Datenmengen in eine zentrale Schicht zu kopieren. Dies führt häufig zu veralteten Informationen, Synchronisationsproblemen und sinkendem Vertrauen in Unternehmens-KPIs, Reporting und Compliance-Daten.
Daten verbleiben in ihren führenden Best-in-Class-Quellsystemen und werden über Echtzeit-Referenzen abgerufen. boTec folgt daher einem anderen Prinzip: Verknüpfen statt kopieren! Nur dort, wo es funktional erforderlich ist - etwa für aggregierte, berechnete oder historisierte Werte - werden Daten selektiv in der Integrationsschicht gespeichert. Diese Entscheidung wird von Fall zu Fall getroffen und ist ein fester Bestandteil der Modellierungslogik.
Ein zweistufiger Modellierungsansatz
Wir überbrücken die Lücke zwischen technischen Datenstrukturen und Geschäftslogik durch einen schlanken, skalierbaren zweistufigen Modellierungsprozess.
- Business Application Models: Für jede angebundene Anwendung erstellt boTec ein dediziertes Business Application Model. Diese Modelle repräsentieren die Struktur, Semantik und Geschäftslogik des jeweiligen Einzelsystems und referenzieren die zugrunde liegenden Daten in Echtzeit. Dadurch sind neue oder geänderte Daten sofort verfügbar - ohne manuelle Transformation oder Replikation. Jede Anwendung behält die volle Hoheit über ihre Daten und Logik, was zu genau einem Geschäftsmodell pro Konnektor führt.
- Das Integrated Business Model: Über den individuellen Business Application Models baut boTec ein umfassendes Integrated Business Model auf. Diese globale Schicht führt mehrere Systemmodelle in einer einheitlichen, unternehmensweiten Sicht zusammen und bewahrt gleichzeitig die Unabhängigkeit der zugrunde liegenden Softwarelandschaft.
Funktionale Grundlagen des Integrated Business Models
Das Integrated Business Model ermöglicht einen konsistenten, systemübergreifenden Zugriff auf Geschäftsobjekte und -prozesse, ohne starre Abhängigkeiten oder aufwendige Migrationsprojekte einzuführen. Es basiert auf mehreren semantischen und funktionalen Säulen:
Ergebnis der Modellierungsphase
Durch die Kombination aus selektiver Datenspeicherung, Business Application Models und dem Integrated Business Model schafft die boTec DataBridge ein stabiles, skalierbares und vertrauenswürdiges Datenfundament für das Unternehmen. Diese modellierte Schicht führt Fachbereich und IT zusammen, reduziert die Integrationskomplexität und bildet die Grundlage für verlässliche Optimierung, Analytik und datenbasierte Entscheidungen.

Jörg Schneider, Senior Solution Architect, boTec GmbH